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Geschichten

In brennender Sorge

Die causa coffeans und der Kaffee-Papst.
Es wäre vermessen zu meinen, ein Papst hätte keinen Geschmack und würde ein Getränk verbieten, nur weil es von "teuflischen" Muslimen stammte: Clemens VIII. (1536 - 1605), vornehmen florentinischen Geschlechts, verlangte nach der arabischen Köstlichkeit - und gab dem Kaffee seinen Segen.

Presswehen

Die Geburt von caffè con crema. Mit 400 Jahren Tradition gilt Italien in Europa als die Wiege des Kaffees. Richtig flügge wurde das Land in Sachen Espresso, als es auf der Weltausstellung in Paris 1855 das erste Exemplar einer Espressomaschine präsentierte: ein glänzender Koloss aus Messing und Kupfer, obenauf geziert vom italienischen Reichsadler. Starker Druck beschleunigte den Durchlauf des Wassers durch den Kaffee und machte erst die crema möglich, den zarten Hauch an der Oberfläche eines italienischen caffè. Jedoch: Die Zubereitung blieb noch ein Kraftakt!

Kaffeehafen Triest

Spiegel der Vergangenheit. 1839 hat der Grieche Nicolò Priovolo das bezaubernde Caffè degli Specchi in Triest gegründet: Ein Kaffeehaus par excellence, das noch heute das Zentrum dominiert. Und wie ein moderner Widerschein dessen wirkt auch der Hafen. Mit 2.300.000 m2, 500.000 m2 davon überdacht, wird hier der meiste Kaffee des Mittelmeers angelandet: Die Robusta-Bohnen aus 150 Regionen werden vor Ort gereinigt, sortiert, gesiebt, schließlich blank poliert. Und gehen noch glitzernd von der Sortieranlage zu den Kleinröstern Italiens.

Comme cazzo coce

Heiß wie die Hölle. "Heiß wie die Hölle" ist - frei übersetzt - des Neapolitaners Motto: Denn so muss der caffè morgens durchs Schraubgehäuse der Edelstahlcafetera zischen. Und so serviert man ihn auch fern des heimischen Herds in den 600 Bars der 2-Millionen Stadt. Und am Arbeitsplatz: Denn in Italien gilt die Vorschrift, dass eine Firma ab 20 Beschäftigten über eine eigene Cafeteria zu verfügen hat. In Neapel hilft der "Barista" aus - hier der Bub, der Tabletts durch Altstadtgassen balanciert: Unterhalb des Vesuvs der heißeste Job der Stadt.

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